Diese Bogenstriche für die Geige musst du unbedingt kennen:

Einführung

Ich werde dir die wichtigsten Bogenstriche für die Geige zeigen – wie sie klingen, wie sie geschrieben werden und noch wichtiger, wie man sie spielt.

Détaché, Legato, Marcato, Akzent, Spiccato, Portato, Sautillé, Ricochet und Staccato.

Nein, es sind keine italienischen Nudeln, sondern die Bogenstriche die jeder Geiger benutzt um unterschiedliche Emotionen und Effekte auszudrücken.

Du wirst heute auch lernen:

– Wie man sich für einen Bogenstrich entscheidet, obwohl die meisten gleich geschrieben werden.

– Wie man dabei einen schönen Klang haben kann.

– Welche du auf jeden Fall lernen musst und wie du das tust.

 

Détaché 

Détaché ist ein französischer Begriff, der einen ganz normalen Bogenstrich auf der Geige beschreibt.

Der Bogen bleibt dabei auf der Seite und sollte nicht springen. Du findest dazu keine extra Kennzeichnung in den Noten.

Legato

Legato bezeichnet sowohl Töne, die gebunden sind wie auch Töne, die gesungen/lyrisch gespielt werden.

In den Noten kennzeichnet man es durch einen Bindebogen unter oder über der Note.

Marcato & Akzent

Der Bogenstrich Marcato sollte nicht mit Akzent verwechselt werden. Man beginnt von der Seite und spielt mit Geschwindigkeit und klarer Artikulation. In den Noten findest du hier einen Punkt unter den Noten.

Im Gegensatz zum Akzent (Kennzeichnung wie ein kleines V unter den Noten) wird Marcato kurz gespielt. 

Da die Bogenstriche auch in den Bereich der Interpretation fallen, stehen sie vielleicht nicht immer in den Noten dabei.

Spiccato & Staccato

Spiccato beschreibt einen Bogenstrich, bei dem man den Bogen auf die Saite wirft. Der Bogen springt und dadurch hört man einen kurzen, energischen Bogenstrich. 

In den Noten kennzeichnet man Spiccato mit einem Punkt unter den Noten. 

Staccato ist ebenfalls sehr ähnlich wie Spiccato und kann auch mit Punkten gekennzeichnet sein. Doch oft findet man bei Staccato die Schreibweise mit einem Strich unter den Noten. Der Bogenstrich für Staccato klingt auch etwas langsamer und wird nicht ganz so geworfen wie bei Spiccato. 

Wenn zusätzlich alle Noten einen Bindebogen haben, nennt man es auch „fliegendes Staccato“.

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Portato 

Beim Portato fängt man bei der Saite an zu spielen, geht dann mit dem Bogen in die Luft und wieder auf die Saite. Man spielt den Bogenstrich ein bisschen schwerer und bedeutungsvoller. 

Oft findet man Portato in Filmmusiken oder z.B. bei Vivaldi. Es wird sehr oft benutzt. Die Schreibweise könnte zum Beispiel ein Strich unter den Noten sein und zusätzlich vielleicht noch gebunden. 

Der Geigenspieler muss sich bei diesem und auch den folgenden Bogenstrichen am besten schon ein bisschen auskennen, um sie gut zu meistern.

Sautillé

Sowohl Sautillé wie auch Ricochet sind schnelle Bogenstriche. Ich nutze sie hier am Beispiel des Moto Perpetuo von Novacek. 

Man startet bei Détaché und spielt dann schneller, ohne den Bogen zu werfen wie bei Spiccato. Du brauchst hierfür ein gewisses Tempo.

Im Stück findest du die Schreibweise für Sautillé mit einem Punkt über den Noten.

Ricochet 

Beim Ricochet findest du zusätzlich einen Bindebogen über den Noten.

Du kannst dir auch einen Stein vorstellen, den man über einen See springen lässt. Man findet den Bogenstrich häufig in virtuosen Stücken.

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